Kategorie: Notizen
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Fund eines Goldanhängers im „Zäunig“ aus spätkarolingischer Zeit
Gemäß eines Fundberichts1) von Dr. F.W.Singer (Arzberg) fand der Hohenberger Porzellanmaler Fritz Korb im Jahre 1941 auf seinem Acker PlNr. 229 nahe dem Weg von der Pfeiffermühle zur Hammermühle in der Flur „Zäunig“ (mdartl. im Zaina) einen sechseckigen Stern aus Goldblech. Der gesäuberte Fund landete bei seinem Freund Christoph Weid zum Einschmelzen. Zum Glück landete das…
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Die Biedermann’sche Porzellanmalerei in Hohenberg
1946, nach Kriegsende waren viele Leute gezwungen, sich eine neue Existenz aufzubauen. So auch Hans Biedermann. (*16.08.1919). Inspiriert von seinem Vater Karl (*1879) und seinem Großvater Johann Biedermann (*1847-1931) [dieser von Haslau/Asch stammend], beide erfolgreiche Porzellanobermaler in der örtlichen Porzellanfabrik C.M.Hutschenreuther, eröffnet Hans Biedermann eine kleine Porzellanmalerei im großelterlichen Anwesen in der Gartenstraße HsNr. 114…
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Von Brunnenfesten und Brunnenkästen
Dr. Ernst Zeh erwähnt in seiner „Heimatkunde des bayerischen Bezirksamtes Rehau“ (Rehau, 1919) im Kapitel „Volksgebräuche und Volksglauben“ auf S. 317 Brunnenfeste in Hohenberg: „Einer besonderen Erwähnung wert ist dann das Fest der Brunnenreinigung in Hohenberg a.d.Eger, das heute noch am zweiten Sonntag nach Pfingsten gefeiert wird. Wenn man in Hohenberg den Mühlberg zur Eger…
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die kgl. bayer. Kommerzienräte von Hohenberg
Der Titel des königlich bayerischen Kommerzienrats wurde seit 1880 nur an ausgesuchte Personen aus dem Wirtschaftsleben verliehen, wenn deren guter Ruf und finanzielle Bonität über jeden Zweifel erhaben waren. Sie mussten sich darüber hinaus durch besondere wirtschaftliche Leistungen und meist auch durch Verdienste für das Gemeinwohl ausgezeichnet haben. Deshalb war dieser Titel für manchen Unternehmer ein lockender…
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Von Wohltätigkeitsstiftungen in Alt-Hohenberg
Der Umgang mit den Schwächeren, sozial benachteiligten, kranken und älteren Mitbürgern zeichnet den Wert einer Gesellschaft und das gedeihliche Miteinander in unseren Leben aus. Wohltätigkeitsstiftungen der Kirchen, Kommunen oder von Einzelpersonen tragen wesentlich zur Unterstützung bedürftiger Menschen bei. Auch in Hohenberg fanden sich Personen, die sich dem Allgemeinwohl sich verpflichtet fühlten und helfen wollten, sich…
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Die „Haussegenaffäre“ in Hohenberg
An einem Beispiel aus dem Jahre 1931 soll gezeigt werden, wie sich Gauleiter Hans Schemm keine auch noch so kleine Gelegenheit entgehen ließ, um die vermeintliche Religionsfeindlichkeit der Arbeiterparteien – in diesem Falle die SPD – „anzuprangern“ und der Bevölkerung die NSDAP als Bollwerk gegen die „Gottlosigkeit“ zu empfehlen. Es handelt sich um die „Haussegensaffäre“…
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Grenzlandspiele auf Burg Hohenberg 1961
Auf Initiative der sudetendeutschen Grenzland Akademie, unter der Leitung von Ing. Herbert Schmidt, wurden erstmals Grenzlandspiele auf Burg Hohenberg vom 25. bis 28. August 1961 durchgeführt. Die künstlerische Leitung hatte Dr. Reinhold Netolitzky mit seiner Bühne „Der Morgenstern“ aus Schleswig-Holstein. Grund- und Leitgedanke der Spiele waren politisch-kultureller Art und stehen der Geschichte dieses Raumes und…
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Unruhige Zeiten an der Grenze zur Tschechoslowakei nach 1945
Mit der Kapitulation von Hitler-Deutschland am 8. Mai 1945 begann die Stunde Null auch für Hohenberg. Noch in den letzten Kriegstagen wurde die Ortschaft – die von knapp 100 Wehrmachtssoldaten verteidigt wurde – von amerikanischer Artillerie 4 Tage lang beschossen und dabei stark zerstört. Von 180 Anwesen wurden 40 total vernichtet – darunter auch die…
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Die „Lamm-Lichtspiele“
Vom Werdegang eines Kinos Die Filmwirtschaft erfuhr nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland einen starken Aufschwung. Auch in Hohenberg gab es Bemühungen, ein Lichtspieltheater zu errichten. Laut Protokoll vom 21.01.1920 wurde im Magistrat dem Antrag der Herren Fritzsch und Weilmann von Arzberg mit 13 zu 1 Stimme die Genehmigung erteilt, im Gasthof „Zum weißen Lamm“, HsNr. 16, in Hohenberg zusammen mit der Pächterin des Gasthofes, Elisabetha Träger, ein Lichtspiel-Theater einzurichten. Eine bereits im Vorjahr erteilte Zusage an Andreas Nußstein von Marktredwitz wurde zurückgezogen, nachdem Nußstein keine…
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Das Confinhaus bei der Hohenberger Hammermühle
Will der Wanderer oder Radfahrer den seit 1.März 1996 geöffneten Grenzübergang bei der Hammermühle nach Tschechien benützen, kommt er, bevor er die Egerbrücke überquert, zwangsläufig am sogenannten Confinhaus vorbei. Das zweigeschossige, geräumige Satteldachhaus stammt aus dem späten 18. Jahrhundert, das Erdgeschoss massiv gemauert, das Obergeschoss ist in konstruktivem Fachwerk aufgesetzt. Der Hausname „Confinhaus“ ist aus…